Interview Franziska Werner

Vier Fragen an Franziska Werner

Wer kann sich mit welchen Fragestellungen an Sie wenden?
An mich kann sich jeder wenden, der Fragen zum Autismus hat. Oft erleben Eltern ihre Kinder als besonders und stellen sich die Frage: was ist da los? Oder sie werden von den Erziehern in der Kita oder den Lehrern in der Schule auf auffällige Verhaltensweisen angesprochen. Aber auch zunehmend Erwachsenen stellen sich die Fragen: was ist bei mir los? Ich habe immer wieder Schwierigkeiten im Berufsleben, kann Freundschaften kaum aufrechterhalten und bin von meinem Alltag zunehmend gestresst. Mir fällt vieles so schwer, was bei anderen so leicht und unkompliziert aussieht.
 
Und wie geht’s dann weiter?
Wenn es um eine Fragestellung zur Diagnose Autismus geht, vereinbaren wir einen Termin für unsere ATB-Erstberatung. Das ist ein ziemlich umfassendes Gespräch, in welchem wir mit Eltern ein ausführliches Elterninterview führen und anhand unterschiedlicher Screeningmaterialien genau hinschauen, ob die geschilderten Auffälligkeiten in das Autismus-Spektrum passen. Kommen Erwachsene zu mir zur Erstberatung führen wir das Interview etwas geändert durch, brauchen aber auch hier viele Antworten auf unsere Fragen damit wir erkennen können, ob Verhaltensweisen aus dem Autismus Spektrum vorliegen oder nicht.
Bei anderen Beratungsanfragen geht es darum, Informationen und passende Ansprechpartner im ATB zu vermitteln. Für viele Ratsuchende ist es wichtig ihre Fragen zu stellen und über das zu reden was sie bedrückt – und dafür sind wir da.
 
Wie kann ich mit Ihnen in Kontakt treten?
Sie können mich anrufen, mir eine E-Mail schreiben oder das Kontaktformular auf unserer Homepage ausfüllen. Allerdings brauchen Sie auch etwas Geduld, denn ich bekomme viele Anfragen und nehmen mir für jeden die Zeit die er benötigt.
 
Brauche ich eine Überweisung von meinem Arzt?
Nein, auch die Chipkarte der Krankenkasse brauchen Sie zu diesem Termin nicht mitbringen. Es geht um ein barrierefreies Angebot für jeden der Unterstützung braucht und da können wir keine Stolpersteine gebrauchen. In Vorbereitung der Erstberatung verschicken wir die ersten Fragen oftmals schriftlich, damit ich den Beratungsbedarf gut strukturieren kann. Und wenn es um etwas spezielles geht, womit sich eine andere Kollegin oder ein Kollegen besser auskennt, dann „lotse“ ich das gleich in die richtige Wege.)